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Museen und Ausstellungen in New York City: International Center of Photography (ICP)
ICP in New York City © Cornelia Lohs
Das International Center of Photography in der Avenue of the Americas ist ein absolutes Muss für jeden, der Dokumentarfotografie liebt. Gegründet wurde es 1974 von Cornell Capa, dem Bruder des legendären Robert Capa, von dem die goldene Regel der Reportagefotografie stammt: „If your pictures aren’t good enough, you are not close enough“ (Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran).
Robert Capa im ICP In New York
Robert Capa gilt bis heute als der Inbegriff des Kriegsfotografen. Er war der erste Fotoreporter, dessen Arbeiten seit 1936 auf den Titelseiten internationaler Zeitschriften und Zeitungen angekündigt wurden. Weltberühmt wurde vor allem sein Foto „Falling Soldier“ aus dem Spanischen Bürgerkrieg, das einen republikanischen Soldaten im Augenblick seines Todes zeigt. Zusammen mit Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger gründete er 1947 in New York die Fotoagentur Magnum. Capa starb 1954 im Indochina-Krieg mit der Kamera in der Hand.
Cornell Capa gründete das International Center of Photography, um die Arbeiten seines Bruders und anderer Kollegen wie David Seymour und Gerda Taro im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. Heute befinden sich über 100.000 Fotografien in der ständigen Ausstellung des Museums, wobei der Schwerpunkt auf der Dokumentarfotografie von 1930 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts liegt.

Mexican Suitcase © Cornelia Lohs
Ausstellung "The Mexican Suitcase" – Fotos von Capa, Taro und Chim
Als Robert Capa 1939 von den Nazis aus Paris in die USA flüchtete, übergab er seinem Mitarbeiter Csiki Weiss drei Pappschachteln mit 126 Filmrollen zur Aufbewahrung. Als Weiss wenig später selbst flüchten musste, übergab er die Schachteln einem Mexikaner mit der Bitte, diese in der Botschaft aufzubewahren. Auf diese Weise gelangten die Filmrollen nach Mexiko und galten über 50 Jahre lang als verschollen, bis sie schließlich 1995 wieder auftauchten und nach langem Hin und Her 2007 als „Mexican Suitcase“ schließlich dem International Center of Photography übergeben wurden. Die Filmrollen enthielten rund 4.500 Aufnahmen aus dem Spanischen Bürgerkrieg der Fotografen Capa, Gerda Taro (Capas Lebensgefährtin) und David Seymour (Chim), darunter auch die letzten Fotos, die Taro schoss, bevor sie im Juli 1937 in der Schlacht von Brunete getötet wurde. Da die Filmrollen trotz ihres Alters sehr gut erhalten waren konnten sämtliche Fotos entwickelt werden. Sie sind in der Ausstellung „The Mexican Suitcase“ noch bis zum 8. Mai 2011 zu sehen.
Ausstellungskatalog © Cornelia Lohs
Adresse und Öffnungszeiten des International Center of Photography in New York City
Das ICP befindet sich in der 1133 Avenue of the Americas (Ecke 43rd Street). Es ist Dienstag bis Donnerstag von 10-18 Uhr, freitags von 10-20 Uhr und an den Wochenenden von 10-18 Uhr geöffnet. Montags ist es geschlossen. Der Eintritt beträgt 12 Dollar, für Studenten und Senioren 8 Dollar. Weitere Informationen zu Sonderausstellungen finden sich auf der Website des Centers: www.icp.org/museum
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Text und Fotos © Copyright Cornelia Lohs Text und Fotos dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin veröffentlicht werden.

