| USA | New York |
South Street Seaport in New York City - das historische Hafenviertel am East River
South Street Seaport in New York City
© Cornelia Lohs
Der historische Distrikt, South Street Seaport, im 19. Jahrhundert das Herz des New Yorker Hafens, befindet sich in der Nachbarschaft der Wall Street, dort wo die Fulton Street auf den East River trifft. Hier finden sich einige der ältesten Gebäude Manhattans sowie die größte Ansammlung restaurierter Lager- und Handelshäuser aus dem frühen 19.Jahrhundert. New York wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur führenden Hafenstadt der Welt. Dort, wo sich heute der South Street Seaport befindet, legten damals die großen Segelschiffe aus aller Welt an, von denen man einige noch im renovierten Zustand bewundern kann. Als jedoch 1824 der Erie-Kanal eröffnet wurde und das Dampfschiff erfunden worden war, wurde der Hafenbetrieb mehr und mehr zum Hudson River verlagert, und der South Street Airport verlor an Bedeutung und geriet langsam in Vergessenheit.
Southstreet Seaport Museum: Historische Segelschiffe in New York City

South Street Seaport © Cornelia Lohs
Ein Großteil des historischen Areals wurde in den 1960er Jahren kommerziell erschlossen – Ladengalerien, Restaurants und Pubs siedelten sich dort an. 1967 wurde das South Street Seaport Museum eröffnet, auf dessen 2800 Quadratmetern nicht nur das maritime Leben des 19.Jahrhunderts dargestellt wird, sondern man auch die größte sich in Privatbesitz befindliche Flotte historischer Schiffe des Landes bewundern kann, wie zum Beispiel die Wavertree, ein Kargoschiff aus dem Jahre 1885 sowie die Barke "Peking" aus Hamburg, ein Segelschiff aus dem Jahre 1911, auf dem man sich einen Kurzfilm von der Umschiffung des Kap Horn im Jahre 1929 ansehen kann. Das South Street Seaport Museum lockt mit vielen interessanten Aktionen und Veranstaltungen immer wieder zahlreiche Besucher an. Es werden Schiffs- und Flussfahrten angeboten, und jedes Jahr werden mehrere Vorführungen geplant.
Spektakulärer Blick über den East River und die Brooklyn Bridge

Seaport Pier © Cornelia Lohs
Entlang des Piers, der an die typischen Piers des viktorianischen Zeitalters in New York erinnern soll, finden sich jede Menge kleine Restaurants sowie eine mehrstöckige Ladengalerie, in der sich Modegeschäfte, Kunstartikelläden, Galerien, Postershops, Deko-Shops und jede Menge Cafes befinden. Im obersten Stockwerk gibt es eine Terrasse, von der aus man einen spektakulären Blick über den East River und die Brooklyn Bridge hat, die 1883 fertig gestellt wurde und zur damaligen Zeit die längste Hängebrücke der Welt war. Viele New Yorker kommen regelmäßig zum Shoppen hierher und verbinden dies dann mit einem Besuch in einem der zahlreichen Restaurants. Früh am Morgen kann man übrigens am Pier 18 im Fulton Fish Market, der 1822 gegründet wurde, heute aber in einem anderen Gebäude untergebracht ist, einen richtigen Fischmarkt erleben.

South Street Seaport © Cornelia Lohs
Das niederländische Erbe in New York City: Schermerhorn Row
In diesem Viertel fühlt man sich wie in ein anderes Zeitalter zurückversetzt. Hier gibt es keine Hochhäuser und keine Hektik. Die Straßen aus Kopfsteinpflaster, in denen man eine ganz besondere Atmosphäre genießen kann und die Gebäude der "Schermerhorn Row", dem Schmuckstück des Hafens, wirken noch wie in alten Zeiten. 1811 erbaute der Reeder Peter Schermerhorn hier Lagerhäuser und Kontore, die in den vergangenen Jahren vollständig saniert wurden. Hier befindet sich auch das älteste Restaurant dieses Viertels, das Sloppy Louie’s, das für seine Bouillabaisse bekannt ist.
Der alte Hafen ist unbedingt einen Abstecher wert – nicht nur, um dem regen Treiben in New York City für eine Weile zu entfliehen.
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Text und Fotos © Copyright Cornelia Lohs Text und Fotos dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin veröffentlicht werden.

